Mittwoch, 21. Oktober 2009

Highland Hostelling: Teil 2

Wer sich traut, sollte bitte zuerst Teil 1 lesen (der ist nicht als solcher gekennzeichnet, befindet sich aber direkt unter diesem hier). Also...

Nachdem wir erst später wieder in Inverness angekommen sind, als wir das eigentlich geplant hatten und außerdem totmüde waren, sind wir gleich ins Bett gefallen. Die zweite Nacht war für mich, dank der frisch gekauften Highland-Ohropax aus Frankreich um einiges erholsamer als die erste. Zwar haben die nackten 12-jährigen Engländerinnen von nebenan wieder rumgebrüllt, aber ich hab davon nix mitbekommen und war demnach am zweiten Tag perfekt erholt und ausgeruht.

Wir wollten uns vor der Rückfahrt nach Aberdeen noch Inverness ein bisschen genauer anschaun. Dafür sind wir zuerst am Ness entlang zu den Ness Islands gegangen, weil das eine empfohlene Strecke war. Leider war das Wetter nicht so schön wie an den Tagen zuvor und es hat ein bisschen angefangen zu nieseln. Aber ohne Wind, also sollte man eigentlich zufrieden sein Der Ness ist, wie bereits erwähnt, nicht besonders tief, also wie sich darin Inseln bilden sollen, ist mir schleierhaft, aber es funktioniert scheinbar troztdem. Auf diesen Inseln gibt es dann Spazierwege und ausgesprochen kunstvoll gefertigte Bänke, die vermutlich irgendwann einen Design-Award gewonnen haben. Der Spaziergang war dann nicht so lang, wie angegeben und wir hatten noch genug Zeit, uns die Innenstadt anzuschauen.




Inverness hat eine unglaubliche Kirchendichte. Alle 10 Meter oder so steht eine andere Kirche, weilweise eben von einer anderen Glaubensrichtung. Die größte Kirche war die Kathedrale, die man aber leider nicht betreten konnte, weil darin gerade Gottesdienst war. Eigentlich waren alle Kirchen entweder geschlossen oder mit Gottesdienst beschäftigt - war schließlich Sonntag. Eine Kirche war aber ein bisschen erhöht und man hatte einen super Blick auf die Stadt. Außerdem war davor ein kleiner Friedhof mit hübschen keltischen Grabsteinen.


Nach einer ausgedehnten Tour der unzähligen Souvenirshops (um Postkarten zu kaufen, die ich hoffentlich bald wegschicken kann), haben wir uns dann noch Inverness Castle angeschaut, das übrigens rosa ist. Hinein gehen konnte man nicht (wollte ich an diesem Punkt meiner Karriere aber auch nicht - 4 Schlösser in 2 Wochen sind genug), weil darin jetzt irgendeine Behörde untergebracht ist, aber man hatte wieder einen guten Blick auf die Stadt. 

Den restlichen Tag haben wir, wie ich zu meiner großen Schande eingestehen muss, mit Shopping verbracht. Die gleichen Geschäfte haben wir in Aberdeen zwar auch, aber irgendwie hatten die dort viel interessanteres Zeug. Ich hab mir ein paar Winterstiefel gekauft, die enorm bequem und warm sind, nur bei Glatteis wahrscheinlich unbrauchbar, weil dieSohle so gut wie nicht vorhanden ist. Außerdem hab ich jetzt auch endlich einen Lonely Planet zu Schottland. In dem ist dann auch gleich drinnen gestanden, dass man das Nessie-Center in dem wir waren, lieber meiden sollte. Na toll!

Auf der Rückfahrt mit dem Bus hab ich diesmal Klo-mäßig wirklich Probleme bekommen, hab aber trotzdem durchgehalten. Unterwegs hab ich außerdem ein Scotch Egg gegessen. Das ist ein ganzes gekochtes Ei mit Wurstfleisch und Panier ummadum. Schmeckt sicher am besten wenn man verkatert ist.

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